Süßung
Zusatz süßender Erzeugnisse bei der Herstellung einer Spirituose; bei Rum höchstens 20 g je Liter.
Artikel 4 Nr. 8 der Verordnung (EU) 2019/787 definiert Süßung als Verwendung süßender Erzeugnisse bei der Herstellung. Als süßende Erzeugnisse gelten nach Nr. 9 unter anderem Weiß- und Halbweißzucker, Dextrose, Fruktose, Glukosesirup, Invertzuckersirup, Traubenmost und Traubenmostkonzentrat, karamellisierter Zucker, Honig und Johannisbrotsirup.
Rum darf zur Abrundung des Geschmacks gesüßt werden, das Fertigerzeugnis darf aber höchstens 20 g süßende Erzeugnisse je Liter enthalten, ausgedrückt als Invertzucker (Anhang I Nr. 1 Buchst. f). Mit „dry“ dürfen nur ungesüßte Spirituosen ergänzt werden; Ausnahmen gelten für Gin und Liköre (Art. 10 Abs. 6 Buchst. f).
Quellen
- Verordnung (EU) 2019/787 über Spirituosen, Art. 4 Nr. 8 und 9, Art. 10 Abs. 6, Anhang I Nr. 1, 2019
- Verordnung (EU) 2019/787, Art. 4 Nr. 8 und 9, Art. 10 Abs. 6 (Süßung), 2019
- Belitz, Grosch, Schieberle: Lehrbuch der Lebensmittelchemie, Springer, 2008